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SoundCloud blockieren, wenn es eigentlich ein Feed mit Soundtrack ist

Reposts, Follows und Kommentare, die auf eine bestimmte Sekunde geheftet sind, machen das eher zu einer Social-App als zu einem Musikplayer.

SoundCloud fing als Ort an, um Tracks direkt hochzuladen und zu teilen, ohne dass ein Label oder ein kuratierter Katalog zwischen Künstler und Hörer stand. Was diese Geschichte hinterlassen hat, ist eine mobile App, die sich weniger wie Spotify oder Apple Music verhält und mehr wie ein Social-Feed: ein scrollbarer Strom von Reposts der Leute, denen du folgst, Kommentare, die auf bestimmte Zeitstempel in der Wellenform eines Tracks geheftet sind, und eine Follow-und-Repost-Struktur, die weit mehr mit Twitter gemein hat als mit einer Jukebox.

Was SoundCloud wirklich schwer beendbar macht

Reposts von Accounts, denen du folgst, erzeugen einen algorithmusähnlichen Feed dessen, was andere Leute gerade hören, was genauso zieht wie jeder Social-Feed — es gibt immer einen neuen Repost, und danach zu schauen erfordert nicht, dass du überhaupt etwas Bestimmtes hören willst. Kommentare, die auf eine bestimmte Sekunde in der Wellenform eines Tracks geheftet sind, sind ein ausgesprochenes SoundCloud-Feature, das aus Zuhören etwas mit eigener Live-Diskussion in Echtzeit neben dem Audio macht, was ebenso zum Lesen wie zum Hören einlädt. Weil so viel des Katalogs nutzergeneriert ist — DJ-Mixe, Remixe, unveröffentlichte Tracks — hat das Browsen hier ein Gefühl von Entdeckung und Knappheit, das ein lizenziertes, vollständig katalogisiertes Angebot nicht hat, denn ein bestimmter Mix kann tatsächlich verschwinden, wenn der Uploader ihn entfernt.

Die eingebaute iPhone-Lösung, und wo sie an ihre Grenzen stößt

Ein iOS-Bildschirmzeit-App-Limit für SoundCloud verhält sich wie bei jeder anderen App: eine Warnung, ein Sperrbildschirm, ein "Limit für heute ignorieren"-Button, der es mit einem Tippen aufhebt, wofür nur ein Bildschirmzeit-Code nötig ist, den du selbst festgelegt hast und kennst. Ein zeitbasiertes Limit unterscheidet nicht zwischen echtem Zuhören und dem Repost-Scrollen, das wie ein Social-Feed funktioniert, sodass eine Session, die komplett mit Lesen von Kommentaren und Reposts verbracht wird, ohne viel echtes Zuhören, genauso zählt wie eine, die ganz in einem Mix versunken war.

Die eingebaute Android-Lösung, und wo sie an ihre Grenzen stößt

Digital Wellbeing greift bei deinem Limit auf das Symbol von SoundCloud zu und blendet es aus, bietet dir aber in dem Moment, in dem du draufkippst, mehr Zeit an — anpassbar oder entfernbar in den Einstellungen, wann immer du willst. Die gleiche Lücke wie beim iPhone: Der Timer verwaltet Minuten, nicht das spezifische Social-Feed-Verhalten — Reposts scrollen, zeitgestempelte Kommentare lesen —, das diese App von einem einfachen Musikplayer unterscheidet.

Eine Playlist bittet dich, zuzuhören. Ein Feed voller Reposts bittet dich, weiterzuscrollen — und diese App macht leise beides gleichzeitig.

Was sich ändert, wenn der Preis drei Fragen kostet

Der Obolus von Mr. Grummel kostet dieselben paar Minuten echten Nachdenkens, egal ob du die App öffnest, um etwas Bestimmtes zu hören, oder um durch einen Feed dessen zu scrollen, was andere Leute zuletzt gerepostet haben — und diese zweite Gewohnheit lohnt es sich zu bemerken, denn sie lässt sich leicht mit Zuhören verwechseln, obwohl sie eigentlich näher am Checken eines Social-Feeds mit Musik im Hintergrund liegt. Die paar Minuten reichen aus, um ehrlich zu fragen, welches der beiden gerade wirklich passiert, bevor die App überhaupt öffnet.

Ein realistischer Tag

Gerade jetzt: Die App zu öffnen, um einen bestimmten Mix zu finden, wird zu zwanzig Minuten Reposts scrollen und Wellenform-Kommentare lesen, das meiste davon ohne echte Aufmerksamkeit fürs Zuhören, und der ursprüngliche Track endet halb gehört im Hintergrund eines Feeds, um den es nie wirklich ging. Mit dem Obolus: SoundCloud zu öffnen trifft erst auf drei Fragen. Der bestimmte Mix oder Track, weswegen du gekommen bist, wird weiterhin gefunden und abgespielt. Unterbrochen wird das Repost-Scrollen, das auf derselben Gewohnheit läuft wie jeder Social-Feed — das kostet jetzt ein paar Minuten echtes Nachdenken, bevor die App öffnet, nicht erst nach zwanzig Minuten halbaufmerksamem Scrollen.

Zuerst iPhone. Android folgt direkt danach.
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